Was ist OpenSimulator?

OpenSimulator

Was ist OpenSimulator? Am einfachsten zu erklären ist die Frage natürlich mit einem Vergleich. Kennen Sie SecondLife? SecondLife wurde lange Zeit als 3D Internet bezeichnet und stellt den Quasi-Standard in Bezug auf 3D Welten für den “Konsumbereich” dar.

OpenSimulator ist die OpenSource Alternative. Weitgehend kompatibel mit SecondLife aber als freie Software erhältlich und somit zuerst einmal, zumindest für die Software selbst, kostenfrei. Die Geschichte von OpenSimulator kann man auch sehr schön in einem Wikiartikel nachlesen.

Softwarebeschreibung

OpenSimulator besteht aus mehreren Software-Segmenten:

  1. der Server: er sorgt dafür, dass alle angeschloßenen Clients (Regionen) für Benutzer (Avatar) zugänglich sind. Somit verwaltet er sozusagen das Koordinatensystem und ermöglicht es, Regionen zu finden, Freundschaften zwischen Benutzer (Avatar) zu erstellen und vieles mehr. Ebenfalls ist der Server der Moderator und die Steuereinheit, die alle Regionen einer Welt miteinander verbindet.
  2. der Client: ist das Stück Software, welches die Regionen zur Verfügung stellt. Auf den Regionen finden die eigentlichen Aktionen statt. Sie sind die Grundlage der gesamten 3D Welt. Pro Client wird das Vermögen der einzelnen Region in Bezug auf Hyper-Teleport-Fähigkeit, Voice-Chat, Text-Chat, die Art der eingesetzten Physik-Engine, etc. in den Konfigurationsdateien eingestellt.
  3. der Viewer: nicht Bestandteil des OpenSimulator Projektes. Der Viewer wird aber zwingend benötigt, um die 3D Welt zu betreten.

Beschrieben ist hier nur die Übersicht der Softwaresegmente. Wer genauere Informationen über OpenSimulator und seine Arbeitsweise haben möchte, schaue sich bitte den Artikel Linksammlung zum Thema OpenSimulator an. Dort ist eine Linksammlung, die unter Anderem auch die mit OpenSimulator zur Verfügung gestellte Schriftsprachen abdeckt. Ebenso findet man dort Links zu  OpenSimulator Inhalten, vom einzelnen Objekt bis hin zu ganzen Regionen.

Betriebsmöglichkeiten

Je nach Anwendung der Software sind auch die Voraussetzungen unterschiedlich.

  1. Gridmodus: hier unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten.
    1. Einhängen eines Clients an ein bestehendes Grid wie zum Beispiel OsGrid oder MetroGrid
    2. Das Betreiben eines eigenen Grids um die Möglichkeit anzubieten, dass sich unterschiedliche Nutzer zu einer großen 3D Welt, bestehend aus mehreren Regionen (Clients) in diesem Grid, zusammen schliessen.
  2. Standalone Modus
    1. auf dem lokalen Rechner
    2. auf einem Server. Zum Beispiel als einzelne Installation, die über Hyper-Teleport erreichbar ist.

Voraussetzungen

Bezugnehmend auf die oben genannten Betriebsmöglichkeiten ergeben sich somit folgende Anforderungen oder Vorraussetzungen:

Grid

  1. Gridmodus
    1. Je nach Anzahl der Regionen, die man betreiben möchte, sowie der zu erwartenden Nutzer, die gleichzeitig auf den Regionen sind, muss ein Server dimensioniert werden. Bei wenigen Nutzern (kleiner 15) und nur ein oder 2 Regionen (Clients) genügt meistens ein preiswerter “virtueller Server (VPS). Mit steigender Anzahl Nutzer und Regionen, kommt man um einen (oder mehrerer) dedizierten Server nicht herum. Dabei ist neben der Bandbreite (nicht unter 100 Mbit) auch die CPU (vorzugsweise eine HighEnd Intel CPU) und ebenfalls die Speicherausstattung wichtig. Es gibt hier leider nicht wirklich ein robustes Rechenwerk, jedoch gute Erfahrungswerte.
    2. Das ist wohl die anspruchsvollste Art, mit 3D Welten zu arbeiten. Neben den Anforderungen aus 1a kommt hier noch ein Server für die sogenannten Gridservices hinzu. Der eigentliche Gridserver stellt die Verbindung der Regionen (Clients), wie auch der Nutzer her und fügt alle Komponenten zu einer 3D Welt zusammen. Dazu werden auf einem Server Services gestartet, die untereinander und mit den Clients über TCP und UDP Protokolle kommunizieren. Diese Services benötigen eine Datenbank wie MySQL, MariaDB oder PostgresSQL um Objekte zu speichern. Je nach Größe des Grids kann es sogar sinnvoll sein, diese Datenbanken auf eigenen dedizierten Servern zu betreiben. Die hohen Anforderungen an ein solches System (im übrigen auch an die Wartung und die Gewährleistung der Verfügbarkeit) sind auch Grund dafür, dass es weltweit nur wenige Gradanbieter gibt. Der größte Deutsche Anbieter ist Metrogrid, auf dem 3DGrid auch die Regionen für die Universität Augsburg betreibt. Siehe dazu auch die Informationen im 3DGrid Web.

Lokal

  1. Standalone Modus
    1. Das ist genau die Nutzungsart, mit der sich 3D.EduSim befasst, wenn von “Single User Mode” gesprochen wird. Hier wird eine lokale Simulation gestartet, die alle Gridservices sowie gleichzeitig einen (oder mehrere) Clients (Regionen) startet. Auch wird die zugehörige Datenbank (entweder als MySQL Service oder als SQLight Service) gestartet. Grundsätzlich bewegt sich nur genau ein Avatar (Benutzer) in dieser Welt. In den Einstellungen der Software kann man angeben, ob diese Region(en) über Hyper-Teleport erreichbar sind, oder nicht (nur wenn der Rechner an das Internet angebunden ist). Der Rechner sollte grundsätzlich genügend RAM (mindestens 8 Gb) sowie ein einigermaßen aktueller Prozessor (Beispiel Intel i5) haben. Für den Viewer sollte eine dedizierte Grafikkarte verbaut sein.
    2. Diese Nutzungsart wird von 3D.EduSim verwendet, um ein “Klassenzimmer-Netzwerk” zu realisieren. Hier wird eine “Standalone” Simulation zum Beispiel auf dem Lehrerrechner gestartet und mehrere Benutzer (Schüler) verbinden sich mit Ihrem Viewer an die Simulation, die auf dem “Klassenserver” läuft. Hier sollte der Rechner, der die Simulation bereitstellt, mit genügend RAM (idealerweise 16 Gb und mehr) sowie eine aktuelle CPU (idealerweise Intel i7 Quad Core oder vergleichbar) ausgerüstet sein. Die Rechner, die die Schüler benutzen sollten gemäß Ausführung in 2a. sein.

Alles in Allem ist das Thema 3D Welten, virtuelle Realität und OpenSimulator kein triviales Thema und erfordert eine Einarbeitungszeit. Diese möchten ich mit dem 3D.EduSim Projekt natürlich ebenfalls so gering wie möglich halten.

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